Sichere Honorare – mehr Geld für unsere Arbeit!

Betrachten wir einmal die Einnahmen für KCH - Sachleistungen gesetzlich Versicherter, die über die KZV ausgezahlt werden, so muss folgendes festgestellt werden:

Die Steigerungen orientierten sich in aller Regel stark an der sogenannten Grundlohnsummensteigerung bzw. -veränderungsrate. Diese können Sie, ebenso wie die Inflationsrate der nachfolgenden Tabelle entnehmen. 

Jahr

Veränderungsrate * Grundlohnsumme in %

Inflationsrate * Deutschland in %

2016

2,95 %

       0,2 %**

2015

2,53 %

0,3 %

2014

2,81 %

0,9 %

2013

2,03 %

1,5 %

2012

1,98 %

2,1 %

2011

1,15 %

2,3 %

2010

1,54 %

1,1 %

 

 

* Daten aus öffentlichen Quellen, keine Gewähr
** Prognose Deutsche Bundesbank

   


Das bedeutet: Anstieg Grundlohnsumme / ohne 2016 = 12,04%; inkl. 2016 : 14,99%

Liegt die Grundlohnsummenveränderungsrate der zahnärztlichen Honorarsteigerungen zu Grunde kommt es für jedes Jahr, in der sie unter der Inflationsrate liegt, zu einer realen Honorarabsenkung.

Im zahnärztlichen Bereich sank diese sogar zusätzlich durch ein für die Jahre 2011 und 2012 eingeführtes weiteres Kostendämpfungsinstrument.

So konnten die finanziellen Zuwächse durch BEMA-Punktwertsteigerungen in den letzten Jahren nicht die stark gestiegenen Kosten in den Praxen decken.

Die Einnahmen über die KZV sind sicherlich ein wichtiger Grundstock, zumal sie sich normalerweise als regelmäßig wiederkehrende Zahlungen generieren. Die wirtschaftliche Stärke der zahnärztlichen Praxis ergibt sich aber erst durch Einnahmen außerhalb der KZV, die mittlerweile über 50 % der gesamten Einnahmen ausmachen.

Zur Steigerung des Praxisgewinns haben vor allem andere Faktoren wie die Einführung des Festzuschusssystems im ZE-Bereich beigetragen.

Daher ist es nur folgerichtig, dass sich der Freie Verband für die Förderung außervertraglicher Abrechnungsmöglichkeiten einsetzt. Dazu gehört auch die Weiterentwicklung intelligenter Konzepte wie die Einführung von Festzuschüssen oder Mehrkostenvereinbarungen in anderen Bereichen der Zahnheilkunde.

In Westfalen-Lippe haben die Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen eine Punktwertsteigerung für 2016 lediglich in Höhe der Grundlohnsumme ergeben.


Das Ergebnis der Schwesterkörperschaft – KZV – Nordrhein finden Sie in folgender DZW – Meldung.

KZV Nordrhein vor dem Schiedsamt erfolgreich
Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein war in den drei anhängigen Schiedsamtsverfahren erfolgreich. Die Punktwerte sollen danach für die AOK Rheinland-Hamburg, die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, den Verband der Ersatzkassen und die Techniker Krankenkasse rückwirkend zum 1. Januar 2016 um 3,27 Prozent angehoben werden (IP und FU, KCH, PAR, Kieferbruch/Kiefergelenksbehandlung, KfO). Bei der AOK werden die Obergrenzen für KCH, PAR, KF/KG und KfO zusätzlich um 0,3 Prozent zur Berücksichtigung der veränderten Versicherten- und Morbiditätsstruktur angehoben.

Erstveröffentlichung DZW 28 / 2016

Gruppe
Westliches Westfalen