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15.09.2014 - "Fauler Zahn 2014" für Minister Kutschaty

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

auf unserer gestrigen Landesversammlung in Münster haben wir den "Faulen Zahn 2014" an NRW-Justizminister Thomas Kutschaty verliehen. Ein würdiger Preisträger in der Runde der Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich nach unserer Auffassung besonders unfair oder kontraproduktiv hinsichtlich des Gebietes der Zahnheilkunde verhalten haben. Mit 90-prozentiger Mehrheit haben unsere Mitglieder für den Landesminister gestimmt.

Im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung hatte dieser nämlich geäußert, dass bei vermögenden Steuerstraftätern eine Geldstrafe nicht genug sei. Den "Faulen Zahn" erhielt er für die dreiste Aussage: "Wenn der Zahnarzt sechs Monate seinen Porsche stehen lassen muss, trifft ihn das viel mehr als eine Geldstrafe."

Wir Zahnmediziner wurden hier pauschal als Nobelkarosse fahrende Steuerstraftäter diffamiert. Der Aufschrei in der Kollegenschaft war groß. Auf schriftliche Beschwerden haben weder Kutschaty noch seine Dienstherrin, NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, bislang reagiert.

Offenbar haben weder Kutschaty noch Kraft die geringste Vorstellung davon, was freiberuflich tätige Zahnärzte leisten. Wir bieten Arbeitsplätze, wir bilden aus, fördern die Prävention in Schulen und Kindergärten – und das in aller Regel nicht in einer 35-Stunden-Woche.

Viele Verbandskollegen zeigten sich von Kutschatys Äußerung persönlich tief getroffen. Sie alle haben es nicht verdient, von einem Mitglied der Landesregierung leichtfertig als Buhmänner der Nation abgestempelt zu werden.

Frühere Preisträger des "Faulen Zahns" waren unter anderem Karl Lauterbach, Horst Seehofer und als Gruppe beispielhaft die Befürworter der Bürgerversicherung.

Freier Verband - wir kümmern uns!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Landesvorstand