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Vor zahnmedizinischen Eingriffen Blutverdünner niemals eigenmächtig absetzen

 Vor zahnmedizinischen Eingriffen Blutverdünner niemals eigenmächtig absetzen

Blutverdünnende Medikamente erleichtern das Leben vieler Menschen, die an Herzrhythmusstörungen leiden oder durch einen Schlaganfall, Herzinfarkt oder Thrombosen auf entsprechende Behandlung angewiesen sind.

Im gesunden Körper ist die Blutgerinnung ein wichtiger Baustein der Wundheilung. Sie verhindert, dass eine Verletzung zu übermäßigem Blutverlust führt. Präparate wie z.B. Marcumar, Aspirin/ASS oder Heparin werden eingesetzt, um das Blut „flüssiger“ zu halten, die Pumpwirkung des Herzens zu erleichtern und einem Gefäßverschluss vorzubeugen. Diese Medikamente hemmen also die Gerinnung des Blutes, erfordern von den Patienten aber im Gegenzug eine erhöhte Aufmerksamkeit in ihrem Alltag.

Zahnmedizinische Standardeingriffe können gelegentlich mit geringfügigen Wunden im Mundraum einhergehen. Aus Sorge um verzögerte Wundheilung setzen Patienten ihren Blutverdünner oftmals eigenmächtig ab. Dabei ist es gerade bei kleineren Behandlungen, wie Zahnsteinentfernung und Vorbereitung der Zähne auf Füllung oder Überkronung, meist gar nicht notwendig, die Einnahme der Medikamente zu unterbrechen. Ganz im Gegenteil: Unter Umständen erhöht eine ausbleibende Medikation das Risiko schwerer Folgeschäden. So könnte z.B. ein Herzinfarkt drohen.

Daher sollte in jedem Fall eine vorherige Rücksprache mit dem behandelnden Haus- oder Zahnarzt erfolgen. Wichtig für den Zahnmediziner ist der aktuelle Gerinnungswert des Patienten. Dieser sollte frühzeitig vor jedem Eingriff mitgeteilt werden, am besten durch den INR-Wert (International Normalized Ratio).

Fragen Sie Ihren Arzt bzw. Zahnarzt! Vor jeder Behandlung können so gemeinsam die beste Lösung und die erfolgreichste und sicherste Art und Weise des Eingriffs gewählt werden.

 




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FVDZ blutverduenner.jpg